„Das Singen muss wieder einen wichtigen Platz im Alltag und im kulturellen Leben des Landes bekommen“! Mit diesem Zitat meldet sich Gerlinde Kretschmann, Vorsitzende der Stiftung Singen mit Kindern, beim Tag der Kinderstimme in Ludwigsburg zu Wort. (https://www.nmz.de/artikel/singende-kinder-ueberall?)

Aber warum ist das so wichtig? Singen im Alltag?

Wir singen, wenn jemand Geburtstag hat und wir singen im Weihnachtsgottesdienst. Zur Hochzeit bestellen wir uns eine Sängerin und manchmal gehen wir ins Konzert. In ein Konzert einer Band mit mehreren tausend Leuten und viel Technik oder ins klassische Konzert im örtlichen Veranstaltungssaal.

Besondere Anlässe und besondere Momente begleiten wir mit Musik und Singen. Das ist wunderbar!

Aber Musik kann noch viel mehr!

Gestern habe ich eine Reportage über eine Ärztin geschaut, die empathisch und professionell ihren Alltag auf der Kinderkrebsstation meistert. Was macht sie zum Ausgleich? Musik. Es sei ihr wichtig, sagt sie und ich kann sie verstehen.

„Ich freu mich jede Woche auf die Chorprobe!“, sagt eine Altistin zu mir. Großartig! Aber warum singt sie nur einmal pro Woche?

Was hindert uns daran es häufiger zu tun? Ich habe das Gefühl es hat mit dem zu tun, was Marion Gentges, MdL, Präsidentin des Landesverbandes der Musikschulen Baden-Württembergs, feststellt: „„Kinder singen gerne, sie tun das ganz selbstverständlich, aber viele verlernen es später. Es liegt an uns, dem entgegenzuwirken.“ (https://www.nmz.de/artikel/singende-kinder-ueberall?)

Wenn ich meine Kinder beobachte, dann muss ich sagen: Frau Gentges hat Recht! Insbesondere mein dreijähriges Kind singt im Alltag ständig. Lieder aus dem Kindergarten, Lieder von zuhause, aber meistens Fantasielieder oder Mischungen aus beiden. Sie singt, wenn sie spielt, sie singt, wenn wir unterwegs sind, sie singt während sie ein Buch anschaut.

Diese Unbefangenheit sollte auf keinen Fall eingeschränkt werden. Ja mehr noch: Sie sollte gefördert werden. Musik machen, wenn ihr danach ist! Musik machen, weil die Töne aus ihr rauswollen! Musik machen ohne nachzudenken! Wie wunderbar ist das! Und ganz sicher wird ihr diese Gabe – auch wenn die kindliche Unbefangenheit mit dem Erwachsenwerden einer gewissen Reflexion unterzogen werden wird – später helfen, im vielleicht stressigen Alltag Ruhe und Entspannung zu finden, so wie der Ärztin aus der Reportage.

Es liegt also an uns Eltern das Singen für unsere Kinder zu einem festen Bestandteil werden zu lassen. Dabei braucht es weder ein Übe-Korsett noch allzu verkrampften Förderwillen. Im Gegenteil: Leichtigkeit und Fröhlichkeit sind zwei Substantive, die für mich viel mehr passen! Wie viele Alltagssituationen gibt es – gerade für die ganz Kleinen – die ein Lied nicht nur veredelt, sondern, wo ein Lied eine tatsächliche Entspannung bringt!

  • Ein Gute-Nacht-Lied baut eine wunderbare Brücke zwischen Wachsein und Schlafen. Es lässt uns innehalten und uns ganz auf uns konzentrieren: Auf mein Kind und mich.
  • Ein Liedchen vor dem Essen ruft alle Familienmitglieder zusammen und fokussiert uns auf die gemeinsame Mahlzeit.
  • Auch auf dem Wickeltisch kann ein kleines Lied Wunder wirken, nicht immer, aber eben manchmal doch, wenn der Zwerg keine Lust hat, seine Beinchen in eine Hose stecken zu lassen.
  • Beim Autofahren mindert ein Reiselied die oft auftretende Langeweile, die sich unaufhaltsam Bahn bricht und mitunter sehr anstrengend für alle Fahrzeuginsassen sein kann.

Es gibt sicher noch viele weitere Situationen. Und es geht nicht darum den Tag mit einer imaginären Strichliste hinter sich zu bringen, auf der alle Situationen, in denen gesungen wurde, am Abend abgehakt werden können. Es geht auch nicht darum Singepunkte für jedes gesungene Lied zu sammeln, weil viel Singen viel hilft. Sicher nicht! Es ist weder Zwang noch Wettbewerb!

Es geht darum unser Bewusstsein zu überdenken und aus einem inneren Bedürfnis heraus den Tönen in uns Raum zu schaffen. Für uns und für unsere Kinder! Nicht weil wir müssen, sondern weil es Freude macht!

Du weißt nicht, wie das gehen kann? Du weißt nicht, wie Du beginnen sollst?

Melde Dich zu meiner gratis Sing-mit-Woche vom 11. bis 15. Mai 2020 an und lerne in 5 Tagen wie Du Dein Kind für Musik begeisterst und die kostbaren Vorteile des gemeinsamen Singens für Euch entdeckst! Die Anmeldung ist bis 15. geöffnet. Ja, so lange! Eine wunderbare Möglichkeit für Dich und Dein Kind wertvolle Impulse und Ideen für Eueren Singalltag zu bekommen!